Datum: 30. April 2007 11:00
Hallo,
ich versuche das mal zu erklären:
Grundsätzliche Funktionsweise eines Röhren Operationsverstärkers (Roehren OP)
Die Eingangsschaltung besteht, wie bei opamps üblich, aus einem Differenzverstärker (DV).
Er wird aus T1 und T2 gebildet.
Bei halbleiterbestückten OPs arbeitet der Ausgang des DV auf einen Stromspiegel.
Dieser Stromspiegel ermöglicht die Potentialanpassung um die Ausgangsstufe zu treiben.
Dazu braucht man eine komplementäre Schaltungstechnik, die es bei Röhrenschaltungen
so nicht gibt.
Bisher hat man in Röhrentechnik die Potentialverschiebung mit Teilerwiderständen
oder Stabilisatoren(z.B. Glimmlampen)und Spannungsquellen realisiert.
Darauf folgt dann die Ausgangsstufe.
Bei diesem Röhren OP nutze ich eine besondere Eigenschaft von Trioden.
Bekannt ist, dass bei einer Triode in Gitterbasisschaltung der Widerstand
an der Katode µ- Fach zur Anode transformiert wird.
(µ ist die Leerlaufverstärkung der Triode.)
Weniger bekannt ist, dass umgekehrt der Widerstand an der Anode durch µ geteilt
an der Katode erscheint, also herunter transformiert wird. Siehe fig.1
Bitte beachtet, dass der Widerstand und die Spannung gleichermassen durch
µ geteilt transformiert werden.
Diese Triodenschaltung kann nun alternativ zum Stromspiegel in einem Röhren OP
eingesetzt werden. Siehe fig. 2
T3 übernimmt hier die Aufgabe der Potentialverschiebung und da ja der
Ausgangswiderstand des DV heruntergeteilt/transformiert wird,
kann man den Katodenanschluss von T3 als Ausgang nehmen.
Soviel erstmal bis Jetzt. Wenn das verständlich ist, geht es weiter.
Ich möchte betonen, dass die Triode hier kein Transformator im üblichen Sinne
ist, bei dem sich der Widerstand im Quadrat zur Spannung transformiert.
Trotzdem darf die Triode hier nicht als (Teiler-) Widerstand gesehen werden,
bitte beachtet dazu die Formeln unter fig.1 .
Grüsse von Darius
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